Ingwer

Ingwer – Wirkung, Anwendung und Studien

Ingwer Wurzel

Ingwer ist eine tolle Knolle, die auch in Deutschland immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Bekannt von vielen chinesischen Gerichten hat der Ingwer Einzug in die europäische Küche genommen. Nicht zuletzt, weil man mit dieser tollen Knolle Speisen lecker würzen kann. Auch hat die Wurzel jede Menge guter Eigenschaften, die sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Ingwer kann bei vielerlei Beschwerden helfen und wird besonders gerne bei Schwangerschaftsübelkeit oder Reisekrankheiten eingesetzt. Doch die Wurzel wirkt auch vitalisierend und fördert die Durchblutung. Weiterhin hat sich Ingwer als sehr guter Helfer bei der Gewichtsreduktion bewährt. Ingwer wird sogar in Indien und China, in Kombination mit Fisch, als Aphrodisiakum eingesetzt.

Ingwer – woher kommt die Wurzel?

Der botanische Name des Ingwers lautet Zingiber officinale und er gehört zur Familie der Ingwergewächse, die mit Kurkuma verwandt sind. Die Ingwerpflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und dabei erstrahlt das Laub in einem kräftigen grün. Das Wichtigste an der Ingwerpflanze ist das unterirdisch wachsende Rhizom, aus dem die Pflanze wächst. Denn dieses Rhizom, welches im Inneren eine gelbliche Farbe hat, wird als Heilmittel sowie Gewürz in der Küche verwendet. Die tolle Knolle schmeckt sehr aromatisch und je nach Ernte kann sie mild oder scharf sein. Wird der Ingwer grün geerntet, hat er einen sehr milden Geschmack.

In der Regel vergehen bis zur Ernte der Ingwerknolle circa 250 Tage. Bei der Ernte werden aber nicht alle Rhizome ausgegraben, damit der Rest wieder neu austreiben dann. Die jungen und zarten Knollen des Ingwers kommen in den Handel, damit sie als Küchengewürz verwendet werden können. Die verbliebenen Rest-Rhizome werden nach weiteren zehn Monaten geerntet, wenn die sich die Blätter der Ingwerpflanze gelb gefärbt haben. Diese Ernte dient dazu, um den Ingwer zu mahlen und als Gewürzpulver in den Handel zu bringen.

Hauptsächlich wird der Ingwer in den Tropen und den Subtropen angebaut. Nigeria hat dabei, mit einer Fläche von knapp 200.000 Hektar das größte Anbaugebiet auf der Welt. Indien hingegen produziert den meisten Ingwer mit circa 380.000 Tonnen. Doch auch im heimischen Garten kann die tolle Knolle angebaut werden. Allerdings ist Ingwer nicht winterfest und sollte ab Herbst, ins Haus geholt werden. Oftmals blüht die Pflanze in unseren Gefilden aber nicht. Wer die hübschen purpurfarbenen oder gelben Blüten bewundern möchte, muss darauf achten, die Pflanze vor den ersten kalten Tagen ins Haus zu holen. Denn nur dann kann die Pflanze kurz vor dem Winter die wunderschönen Blüten entwickeln.

Ursprung des Ingwers

Bereits bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. reicht die Verwendung dieser Heilpflanze zurück. Ingwer wurde damals vor allem von Indern und Chinesen genutzt und erst Jahrhunderte später wurde die tolle Knolle auch von den Arabern entdeckt. Diese brachten die Ingwerknolle in den Mittelmeerraum und von da aus gelang er, etwa im 16. Jahrhundert, auch nach Europa eingeführt.

Schon im Mittelalter war die Knolle ein sehr beliebtes Gewürz und es gab fast kein Rezept am englischen Königshof, welches ohne Ingwer kreiert wurde. Während es in Europa aber ausschließlich als Gewürz verwendet wurde, hatten die Inder sowie die Chinesen diese Knolle auch als Heilpflanze in Gebrauch. In der traditionellen chinesischen Medizin wie auch in der indischen Naturheilkunde Ayurveda hatte Ingwer schon lange einen festen Platz.

Inhaltsstoffe von Ingwer

Ingwer hat einen besonders angenehmen und aromatischen Duft, der Geschmack allerdings ist scharf und würzig, vermischt mit einer milden Süße. Für die Schärfe im Ingwer sind vor allem die Inhaltsstoffe Gingerol und Shogaol zuständig, die erst Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal isoliert wurden. Aus dieser Isolierung entstand eine braune sehr scharfe Paste, die man Oleoresin nennt. Aus dieser Paste wiederum wurden die Inhaltsstoffe Gingerol und Shogaol gewonnen. Nach und nach konnten die Wissenschaftler noch weitere bioaktive Stoffe aus Ingwer extrahieren. Dazu gehören auch die ätherischen Öle Zingiberol und Zingiberen, Harzsäuren wie auch Vitamin C und viele wichtige Mineralstoffe. Weiterhin wurden Borneol und Cineol in der Ingwerwurzel gefunden.

  • Gingerol und Shogaol: Es wurde belegt, dass Gingerole eine wichtige Rolle bei Schmerzen spielen. Dies heißt, dass es durch Ingwer eine Schmerzlinderung bei vielerlei Beschwerden eintritt. Außerdem wirken sie entzündungshemmend und antibakteriell. Weiterhin blockierten Shoagole sowie Galanolacton den Auslöser für Brechreiz und können daher Schwangeren sehr gut über die morgendliche Übelkeit hinweg helfen.
  • Zingiberol und Zingiberen: Zingiberol und Zingiberen sind ätherische Öle, über die leider noch nicht allzu viel bekannt ist.
  • Borneol: Borneol ist ein sekundärer Pflanzenstoff mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Diesem Wirkstoff wird eine verdauungs- und magenfreundliche sowie kreislaufanregende Eigenschaft zugeschrieben.
  • Cineol: Cineol ist beispielsweise auch in Minze oder Eukalyptus enthalten und wirkt lindernd bei Atemwegserkrankungen und Asthma. Cineol wirkt außerdem kreislaufanregend und magen- sowie verdauungsfreundlich.
  • Vitamin C: Ingwer enthält jede Menge Vitamin C. In 100 Gramm Ingwer sind 5000 Mikrogramm (µg) Vitamin C enthalten. Diese ist nicht nur gut für das Immunsystem, sondern auch für die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung und ist wichtig für die Proteinsynthese.
  • Eisen: Insbesondere Eisen ist ein sehr wichtiges Spurenelement, das der Körper benötigt, da dieses für den Sauerstofftransport wie auch für die Sauerstoffverwertung im Körper zuständig ist. In 100 Gramm Ingwer sind 500 Mikrogramm (µg) Eisen enthalten.

Auch Calcium, Kalium, Phosphor und Natrium sind in Ingwer enthalten. Diese wichtigen Mengenelemente werden ebenfalls vom Körper benötigt.

Ingwer hat aber mit Sicherheit noch einige Überraschungen auf Lager. Denn auch wenn die tolle Knolle schon sehr lange für ihre heilenden Inhaltsstoffe bekannt ist, ist sie noch lange nicht komplett analysiert. Lediglich wurden Beobachtungen durchgeführt und diese haben gezeigt und teilweise belegt, dass Ingwer gegen zahlreiche Beschwerden helfen kann.

Wirkung von Ingwer

Die Ingwerknolle hat viele Substanzen, die auf den Körper sehr positiv wirken. Sie stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern bringt auch den Stoffwechsel in Schwung, regt die Fettverbrennung an und ist für Schwangere ein wichtiger Helfer. Weiterhin wirkt sie schmerz- und entzündungslindernd und ist ein sehr gutes Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Außerdem soll Ingwer gegen Alzheimer vorbeugen. Menschen, die eine Gewichtsreduktion anstreben, schwören ebenfalls auf Inger, da die Inhaltsstoffe die Fettverbrennung maßgeblich ankurbeln und das überschüssige Fett in Wärme umwandeln.

Mit Ingwertee der Erkältung auf dem Leib rücken

Gerade in der Erkältungszeit schwören sehr viele auf Ingwer. Denn bei Erkältung kann Ingwer gute Dienste leisten. Durch das enthaltene Glutathion, welches die weißen Blutkörperchen aktiviert und das Immunsystem in Hochform bringt, wird selbst eine bestehende Erkältung schnell gelindert. Tipp: Auch Manuka Honig kann gegen Erkältungen helfen, mehr Informationen finden Sie unter https://www.natrea.de/nahrungsergaenzung/manuka-honig.html. Außerdem wärmt ein heißer Ingwertee von innen und hilft so dabei, dass bei Schnupfen wieder frei durchgeatmet werden kann. Weiterhin beseitigt der Tee aus der Ingwerwurzel das Kratzen im Hals und lindert die Erkältungsbeschwerden allgemein. Daher sollte bei Erkältungen und grippalen Infekten der Ingwertee ein täglicher Begleiter sein, damit die Beschwerden zügig abklingen und das Wohlbefinden schnell wieder hergestellt werden kann.

Durch Ingwer den Muskelkater verbannen

Auch Muskelkater kann mit Ingwer der Vergangenheit angehören. Natürlich auch dann nicht, wenn der Fitnessbewusste das Training übertreibt. Ingwer ist gut, aber eben kein Wundermittel. Wer Ingwer über längere Zeit einnimmt, kann Muskelkater erfolgreich verbannen. Durch die sehr guten Inhaltsstoffe beruhigt Ingwer aber auch den Magen und wird deshalb gerne einige Stunden Wettkämpfen, beispielsweise mit Haferflocken, konsumiert. Nach dem Sport kann Ingwer ebenfalls helfen. Einfach ein Leinensäckchen mit Ingwer ins Badewasser geben und 20 Minuten darin entspannen. Es hilft nicht nur die Muskeln zu beruhigen, sondern öffnet die Poren und wirkt auch auf Atemwege und Lunge sehr positiv.

Statt Schmerzmittel besser Ingwer konsumieren

Ingwer, und das ist schon lange bekannt, ist eine gute Alternative zu Schmerzmitteln. Dafür sind vor allem die Inhaltsstoffe Gingerol und Shoagol zuständig, da sie das Enzym Cyclooxygenase, das für Schmerzen zuständig ist, hemmen. Acetylsalicylsäure, der Hauptbestandteil von Aspirin, tut im Endeffekt das gleiche – nur dass industrielle Schmerzmittel Nebenwirkungen haben. Nicht so der Ingwer. Denn dieser kann noch viel mehr. Er lindert nicht nur Schmerzen und dämmt Entzündungen ein, er kann sogar die Neigung zur Blutgerinnung senken und somit auch kleinere Migräneattacken dämpfen. Dazu sollte ein Ingweraufguss gemacht werden, um es als leichtes Schmerzmittel einzusetzen.

Mit Ingwer gegen Arthrose vorgehen

Auch bei Arthrose wird diese tolle Knolle sehr gerne eingesetzt. Durch die Entzündungshemmung kann die Ingwerwurzel die Entzündungen in den Gelenken lindern und eindämmen und sogar noch die Schmerzen bekämpfen. Denn gerade durch die Entzündungsprozesse wird weiterhin ein Enzym freigesetzt, das den Knorpel, der ohnehin schon geschädigt ist, weiter abgebaut wird. Wird aber die Entzündung eingedämmt, kommt das Enzym, das den Knorpel weiter abbaut, nicht zum Einsatz und Inger kann somit gleich doppelt wirken. Die Gelenke bleiben so elastischer, da sie nicht nur mit ausreichend Nährstoffen, sondern auch mit Gelenkflüssigkeit versorgt werden. Somit verschwindet auch das typische Arthrose-Symptom – die Morgensteifheit.

Doch auch bei Rheuma wirkt die Ingwerknolle ähnlich und kann die Entzündung wie auch die Schmerzen eindämmen und lindern.

Erbrechen und Übelkeit mit Ingwer bekämpfen

Besonders bei Schwangeren ist Ingwer schon sehr lange bekannt. Denn es kann die morgendliche Übelkeit und das Erbrechen lindern und dabei keine Nebenwirkungen auf den Fötus bekannt sind. Doch auch bei Reise- oder Seekrankheit hat sich diese tolle Knolle bewährt und hilft, den Magen zu beruhigen und den Brechreiz zu unterdrücken. Dabei sind vor allem die Wirkstoffe Galanolacton und Shoagol zuständig, die den Gehirnbereich beeinflussen, der für die Übelkeit wie auch den Brechreiz zuständig ist. Schwangere oder auch Menschen, die an einer Reisekrankheit leiden, sollten einfach ein kleines Stückchen Ingwer kauen. Schnell wird eine Besserung eintreten und die Übelkeit, egal ob bei der Schwangerschaftsübelkeit oder bei der Auto-, Flug- oder Schiffsreise, wird in kürzester Zeit verschwinden.

In eine Studie der Deutschen Krebshilfe e. v. wurde 2013 sogar belegt, dass die Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie durch die Einnahme des Ingwers gelindert werden können. Denn gerade die Medikamente der Chemotherapie greifen auch die gesunden Darmzellen an, was dazu führt, dass Serotonin freigesetzt wird. Serotonin hingegen schickt einen Befehl ans Gehirn, der Übelkeit und Brechreiz auslösen und es fast unmöglich wird, dass die Nahrung im Körper bleibt. Die einzigartigen Wirkstoffe des Ingwers hingegen blockieren die Aussendung von Serotonin und können so die Beschwerden um mehr als 40 Prozent lindern. Somit können die Patienten trotz Chemotherapie wieder Kräfte sammeln, da sie Appetit entwickeln und die Nahrung bei sich behalten.

Weiterhin wurde im Jahr 2006 eine Studie der Westfälischen Wilhelms Universität Münster durchgeführt, die die antiemetische Wirksamkeit belegt.

Natürlich gibt es auch Kritiker, die anführen, dass Ingwer möglicherweise die Wirkung vereinzelter Medikamente für die Chemotherapie herabsetzen. Allerdings sollte hier natürlich auch individuell entschieden werden, da es einem Patienten nichts nutzt, wenn er keine Kraft mehr hat, da er keine Nahrung mehr zu sich nehmen kann.

Mit Ingwer gegen Alzheimer vorbeugen

Es wird sogar davon ausgegangen, dass Ingwer vorbeugend gegen Alzheimer helfen kann. Dafür sind die Polyphenole zuständig, die unter anderem auch in Kurkuma, Grüntee sowie Rotwein vorkommen. Diese Polyphenole wirken entzündungshemmend und sind maßgeblich daran beteiligt, die Bildung der Beta-Amyloid-Plaque zu verhindern und somit die Verbindung zwischen den Nervenzellen und des Gehirns aufrechtzuerhalten. Noch potenter in der Alzheimer Vorbeugung soll Kurkuma sein, das mit dem Ingwer verwandte Gelbwurz. Kurkuma soll sogar in der Lage sein diese gefürchteten Plaques zu bekämpfen. Ein täglicher Genuss von Ingwer und Kurkuma ist daher sehr empfehlenswert. Allerdings wirkt Kurkuma erst richtig, wenn mindestens 3 bis 4 Gramm eingenommen werden, was für viele Menschen ein Problem darstellt. Eine gute Möglichkeit wäre ein Ingwer-Kurkumatee, der so alle tollen Eigenschaften voll entfalten kann. Hierzu verwendet man einige Scheibchen Ingwer und etwa einen Teelöffel Kurkuma und gießt dies mit etwa 500 ml heißem Wasser auf. Etwa 10 Minuten ziehen lassen und evtl. durch einen Kaffeefilter sieben, wenn das Kurkumapulver verwendet wird. Diesen Tee über den Tag verteilt trinken.

Diabetiker profitieren von Ingwer

Die Scharfstoffe, die im Ingwer enthalten sind, also Gingerole, verbessern die Glukoseaufnahme in den Muskelzellen, was eine Studie der Universität Sydney, aus dem Jahre 2012, belegt. Somit können nicht nur Sportler, sondern auch Diabetiker von Ingwer profitiere, da Glukose wesentlich effizienter und effektiver vom Körper verarbeitet werden kann.

Ingwer gegen Stress

Die Ingwerknolle kann allerdings noch wesentlich mehr. Sie ist nicht nur vitalisierend, auch kann sie bei Stress helfen ruhig und besonnen zu bleiben. Ebenso ist Ingwer ein hervorragender Begleiter bei chronischer Müdigkeit oder auch Abgeschlagenheit. Die Ingwerwurzel gibt dem Körper Energie, fördert die Durchblutung und ist eine wichtige Heilpflanze für den Magen. Ingwer bekämpft das Völlegefühl, hilft bei gereiztem Magen und ist wirksam gegen Blähungen, Verstopfungen sowie Durchfall.

Es ist möglich, dass Ingwer allerdings noch viel mehr kann, als es bisher bekannt ist. Nebenwirkungen gibt es so gut wie keine und lediglich bei der Einnahme von Ingwer-Extrakten wurden Nebenwirkungen wie Übelkeit, Sodbrennen oder auch Blähungen festgestellt. Beim frischen Ingwer allerdings sind keine Nebenwirkungen bekannt. Daher liegt der Verdacht nahe, dass die Ingwer-Extrakte verunreinigt oder mit Zusatzstoffen versehen wurden, die manchen Menschen Probleme bereiten. Aus diesem Grund sollten Schwangere und Menschen mit Gallensteinen nur frischen Ingwer konsumieren. Selbst die WHO warnt vor einer Einnahme der Ingwer-Extrakten in der Schwangerschaft oder bei Gallensteinen.

Abnehmen mit Ingwer

Ingwer ist schon seit vielen Jahren als Hilfe bei der Gewichtsreduktion bekannt. Er kurbelt die Fettverbrennung und den Stoffwechsel an und hilft so maßgeblich beim Verlieren der überschüssigen Pfunde. Weiterhin wird das überschüssige Körperfett in Wärme umgewandelt und kann so schneller abgebaut werden. Ingwer wirkt aber auch beruhigend auf den Magen, reduziert die Magensäure und hilft so maßgeblich dabei, dass die Pfunde purzeln. Ein kleines Wundermittel, das schon seit Langem im Netz die Runde macht, ist das Wunderwasser. Hierzu wird je eine Bio-Zitrone und eine Bio-Schlangengurke in sehr dünne Scheiben geschnitten. Einige Scheibchen Ingwer hinzu, bei Bedarf auch ein paar Blätter frische Minze. Alles mit 1 bis 1,5 Liter Wasser aufgießen und über den Tag verteilt eiskalt genießen. Im Sommer ist dies ein wunderbarer Durstlöscher, die die Pfunde purzeln lässt.

Mit Ingwer weitere Krankheiten vorbeugen und lindern

Ingwer steht auch dafür, dass er Giftstoffe aus dem Körper spült und die Durchblutung fördert. Insbesondere wenn Giftstoffe in die Blutbahn gelangen, kann es zu Bluthochdruck kommen. Doch die Giftstoffe werden auch mit Multipler Sklerose, Herzerkrankungen und Hirnschlägen in Verbindung gebracht. Somit wird das Risiko auf diese Krankheiten gemindert und die Vorbeugung hat noch viel mehr Vorteile, dank der vielfältigen Inhaltsstoffe des Ingwers.

Ebenso kann die Ingwerknolle vorbeugend gegen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Koliken, Gastritis und sogar bei Magengeschwüren helfen. Auch hier spielen die Giftstoffe eine wichtige Rolle, die mit Ingwer einfach aus dem Körper herausgespült werden. Einen weiteren Vorteil haben die Schleim bildenden Wirkstoffe, die den Darm reinigen und so vor Magengeschwüren vorbeugen.

Die tolle Knolle kann aber auch bei Entzündungen des Zahnfleisches, der Mundschleimhaut und sogar bei Herpes, dank seiner entzündungshemmenden Wirkstoffe, helfen. Um diese Leiden effektiv zu behandeln, sollte einfach ein kleines Stück Ingwer auf die betroffene Stelle gelegt werden und einige Stunden wirken lassen. Wird das Ingwerscheibchen öfter ausgetauscht, ist die Entzündung in der Regel innerhalb von 24 Stunden abgeklungen.

Ingwer ist stimmungsaufhellend und wärmt von innen

Vor allem an kalten und dunklen Wintertagen ist Ingwer ein sehr guter Helfer. Denn er ist nicht nur stimmungsaufhellend, wenn die Sonne einfach nicht scheinen möchte, auch wärmt er von innen und kann so das Frösteln hervorragend vertreiben. Dabei spendet Ingwer auch Energie und kann zu einem guten Start in den Tag helfen, wenn morgens direkt nach dem Aufstehen eine Tasse Ingwertee getrunken wird.

Ingwer Rezepte für die Gesundheit

Ingwertee hilft bei vielerlei Beschwerden und ist schnell und einfach hergestellt. Er schmeckt lecker, vitalisiert und wärmt an kalten Tagen von innen. Dabei ist der Ingwertee innerhalb kürzester Zeit hergestellt. 10 bis 20 Gramm Ingwer mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Danach den Ingwer absieben und bei Bedarf noch einen Teelöffel Honig und vielleicht etwas Zitronensaft hinzugeben. Fertig!

Getrunken werden sollte die eine Hälfte des Ingwertee morgens vor dem Frühstück, auf nüchternen Magen. Die zweite Hälfte über den Tag verteilt, zwischen den Mahlzeiten. Der Ingwertee kurbelt den Stoffwechsel an, sorgt für eine gute Verdauung und neutralisiert die gefährlichen Gifte im Körper. Außerdem hilft er gleichzeitig dabei ein paar Pfunde zu verlieren, was vielen sicherlich schätzen werden.

Wie oben schon erwähnt, sollte der Tee frisch aufgebrüht werden und nicht auf Ingwer-Extrakte zurückgegriffen werden, damit er täglich getrunken werden kann.

Doch mit Ingwer kann noch vielmehr gemacht werden. Denn er eignet sich sehr gut zum Kochen und Backen. Besonders in der Weihnachtszeit ist Ingwer beliebter denn je. Die leckeren Ingwerkekse dürfen natürlich auf keinem Weihnachtsteller fehlen.

Aber auch in den täglichen Speisen kann er sehr gut verwendet werden, um seiner Gesundheit Gutes zu tun. Er passt hervorragend zu Chutneys, Soßen und auch in Marmeladen kann er einen besonderen Geschmack verleihen. Weiterhin kann Ingwer in Obstsalaten, in dem berühmten Gingerbread oder auch als kandierten Ingwer verwendet werden. In Japan und China hat der Ingwer einen festen Platz auf dem Speiseplan, und verfeinert zahlreiche Gerichte.

Noch ein kleiner Tipp zum Schälen für Ingwer: Um so wenig wie möglich von der gute Knolle abzuschälen, kann auch einfach ein Löffel genutzt werden. Hierfür wird die Innenseite des Löffels auf der Wurzel angesetzt, leicht gedrückt und dann die Wurzel abgeschält. Der Zeitaufwand ist gleich, nur etwas mehr Kraft wird beim Schälen benötigt. Dafür wird aber weniger von der Ingwerwurzel verloren gehen.

Wo kann der Ingwer gekauft werden?

Ingwer kann in jedem gut sortieren Obst- und Gemüsegeschäft erworben werden. Auch über das Internet kann diese tolle Knolle, sowie die Ingwer-Extrakte erhalten werden. Zur täglichen Anwendung ist frischer Ingwer das Beste. Für das Würzen der Speisen ist aber auch das Ingwerpulver sehr gut geeignet. Es ist aber auch ein Leichtes, ihn selbst anzubauen, damit immer frischer Ingwer im Hause ist. Um den Ingwer anzubauen, findest du unter in der Kategorie Anbau viele wichtige Informationen.

Fazit:

Ingwer ist ein wichtiger Helfer für vielerlei Beschwerden und kann vor allem vorbeugend gegen Krankheiten wirken. Auch für Schwangere und Krebspatienten hält der frische Ingwer jede Menge Vorteile bereit, die bei Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit sehr gut helfen. Selbst bei Erkältungen lindern sie die Beschwerden und ist somit insbesondere für werdende Mütter ein wichtiger Helfer. Weiterhin hilft er Sportlern, um die Muskeln zu entspannen und kann bei Diabetikern sehr gute Dienste leisten, dass Glucose besser verwertet wird. Ingwer hat eine sehr vielfältige Wirkung, wirkt vitalisieren und gleichzeitig auch beruhigend, spendet Energie und ist ein wichtige Heilpflanze für Rheuma-, Arthrose- und Osteoporose-Patienten.